Dyke* March Münster: Für den freien Zugang zu reproduktiven Maßnahmen lesbischer* Frauen*

// Dyke March Münster
// 7.März
// 15 Uhr
// Spielplatz Windhorststraße /Ecke Promenade

Obwohl nur verheirateten Paaren die Kosten für eine künstliche Befruchtungen von den Krankenkassen erstattet bekommen, wünschen sich auch viele alleinstehende Frauen* und insbesondre lesbische* Paare ein Kind. Sie entscheiden sich in der Regel für die Unterstützung durch eine Samenbank und ärztliche Hilfe. In Deutschland ist dies kompliziert und die Rechtsgrundlagen sind von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich.

Es gibt nur wenige Samenbanken und Ärzt*innen in NRW, die hier weiterhelfen, denn die Richtlinien der Bundesärztekammer besagten,, dass nur heterosexuellen, verheirateten Paaren auf diesem Weg geholfen werden darf. Viele Lesben* müssen daher die Hilfe der europäischen Nachbarn in Anspruch nehmen und müssen darum beispielsweise in die Niederlande, nach Dänemark oder Spanien fahren. Dort gibt es schon lange einen freien Zugang zur Reproduktionsmedizin.

Und obwohl das Bundesverfassungsgericht klar gesagt hat: „Unterschiede zwischen Ehe und Eingetragener Lebenspartnerschaft, welche die ungleiche Ausgestaltung der Adoptionsmöglichkeiten rechtfertigen könnten, bestehen nicht“ ist der Weg zum gemeinsamen Sorgerecht beider Mütter, lang und steinig, denn der Bundesgesetzgeber ist den Vorgaben des Gerichts nur sehr halbherzig gefolgt.

Die Münstersche Arbeitsgemeinschaft (MAG) Lesben* fordert anlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2015 die volle Gleichberechtigung für Regenbogenfamilien. Lesbische* Frauen* brauchen einen freien Zugang zu reproduktiven Maßnahmen.

Wir fordern die volle Umsetzung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes und das volle Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Denn gleiche Liebe verdient gleiche Rechte. Kinder unterm Regenbogen dürfen keine Kinder 2. Klasse sein.“

Um diese Forderung zu unterstützen, sind alle Menschen eingeladen, am Samstag, den 7. März gemeinsam in bunter Vielfalt durch die Stadt zu ziehen und für Sichtbarkeit von Lesben und Regenbogenfamilien zu sorgen.

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Das * (Sternchen) hinter Lesben und Frauen bedeutet für uns, dass Trans und Inter – Personen, die sich als Teil der lesbischen Community verstehen, herzlich willkommen sind. Selbstverständlich können auch alle anderen Unterstützer*innen mitlaufen, die sich mit den Zielen des Dyke March identifizieren können und ein Zeichen für lesbische Sichtbarkeit in Münster setzen möchten.