Archiv für Juni 2014

Vollversammlung der lesbischen und bisexuellen Studentinnen, Dienstag 01.07., 18 Uhr

Auf der Voll­ver­samm­lung möch­ten wir Euch einen Rück­blick über das ver­gan­ge­ne Jahr geben und mit Euch ge­mein­sam über mög­li­che Ideen, Än­de­run­gen und Ver­an­stal­tun­gen für die kom­men­den Se­mes­ter dis­ku­tie­ren. Des Wei­te­ren wer­den auch die Re­fe­ren­tin­nen ge­wählt.
Da­nach möch­ten wir bei gutem Wet­ter gril­len und spie­len. Bei schlech­tem Wet­ter ver­le­gen wir das ganze nach drin­nen.

18.06.14, 19 .00 c.t., Sookee – Männlichkeitsentwürfe und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap

Der Input gibt einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und problematischen Aspekte von Rap. Aufbauend auf Theorien zur Konstruktion von Geschlecht und aus der kritischen Männerforschung wird der Zusammenhang von Männlichkeitsentwürfen und (hetero-)sexistischen Images und Performances im deutschsprachigen Rap thematisiert. Hierbei geht der Input vor allem auf sprachliche Mechanismen ein, diskutiert die Verquickung von Gewalt und Sexualisierung und setzt sich mit dem Aspekt der Mehrdeutigkeit auseinander: Wie sind Männlichkeitsvorstellungen und (hetero-)sexistische Lines in Rap-Texten einzuordnen? Lassen sie sich alle eins zu eins übersetzen oder handelt es sich um bloße Ironie? Welche Rolle spielen hier rassistische Diskurse der Mehrheitsgesellschaft?

Sookee lebt seit 28 von möglichen 30 Jahren in Berlin, hat Hiphop zunächst über Graffiti kennengelernt, aber durch Sprache erzeugte Bilder im Kopf liegen ihr mehr als solche an Wänden. Mit feministischer Theorie und Praxis ist sie vor allem durchs Studium in Berührung gekommen und hält heute Vorträge zu (Hetero-)Sexismus im Hiphop, aber beschäftigt sich auch mit den subversiven und progressiven Potentialen von Subkulturen. Ihre Musik beinhaltet sowohl Kritik an hierarchischen und normativen Strukturen als auch Empowerment von widerständigen Identitäten, sodass ihre Inhalte zwar nicht leicht verdaulich, aber nie dogmatisch sind.