Archiv für Mai 2014

Di, 3.06.: „Feminismus als Gemeinschaft“

Gesche Gerdes beleuchtet in ihrem Vortrag die mediale Debatte zum sogenannten neuen Feminismus, die nach dem Erscheinen zahlreicher Bücher wie „Feuchtgebiete“, „Wir Alphamädchen“ oder „Das F-Wort“ öffentlich geführt wurde. Verhandelt wird hier der Begriff „Feminismus“, der von unterschiedlichen Seiten für sich beansprucht wird. Gibt es in diesem Konflikt einen „richtigen“ Feminismus und wie wird man zu einer „richtigen“ Feministin? Der Vortrag stellt die jeweiligen Konzeptionen von Feminismus gegenüber und untersucht deren Ein- und Ausschlussmechanismen.
Beginn: 18Uhr c.t., H4 (Schlossplatz 46)

La Boum – Die Fete, Sa 24.05.14 ab 23 Uhr im XL Münster

Party-People aufgepasst!

Münster bekommt einen neuen Queer-Event:

LA BOUM – DIE FETE ist zurück und hält Einzug ins XL

Freut Euch auf eine absolute Gute-Laune-Party im Style der LA BOUM-Kultreihe und macht ordentlich die Nacht zum Tage.

Für den passenden Sound sorgt diesmal kein geringerer als…

DJ Ralf Rotterdam (Poptastic, Köln // Emergency, Münster uvm.)

Viele Jahre hat er den münsteraner Partysound maßgeblich mit kreiert. Nun steht er seit langem erstmals wieder in Münster an den Plattentellern und verwöhnt Euch auf dem Dancefloor mit seinem unschlagbar heißen Pop-Party-Mix.

Zum Chillen lädt bei gedämpftem Licht und sanfteren Klängen die Green Lounge, zum Rauchen die OpenAir-Area.

Der Eintritt kostet bis 0 Uhr 4,- €, danach 6,- €
und beinhalten einen Begrüßungsshorty.

LA BOUM – DIE FETE öffnet jeweils am vierten Samstag im Monat für Euch die Tore.

Mi, 21.05., 19Uhr: Queerversity meets sexuelle Vielfalt – in den Fängen oder auf der Flucht vor neoliberaler Politik?

Mi, 21.05. 19Uhr c.t., S8 im Schloss

Im Kontext neoliberaler Politiken wird Differenz nicht mehr unbedingt abgewehrt sondern gemäß Nützlichkeitserwägungen eingemeindet. Wer erfolgreich sein will, bringt „Differenz als kulturelles Kapital“ zum Einsatz – und geht virtuos mit der Prekarität um, die das Umschlagen vom Versprechen in sozialen Nachteil oder ins Stigma den Einzelnen anlastet. Bedeutet diese neoliberale Vereinnahmung, dass das Konzept der geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt queer-politisch nicht mehr zu gebrauchen ist? Oder ist es möglich, mit Hilfe der Queerversity-Strategie eine kritische Umarbeitung neoliberaler Diversity-Konzepte zu betreiben, die Vielfalt umarmen, ohne die darin angelegten Machtdifferenzen und Konfliktpotenziale zu bedenken? Im Vortrag soll gezeigt werden, dass Queerversity den Abbau von Hierarchien und die Anfechtung von Normalitätsregimen gezielt miteinander verbindet und hierbei ein intersektionelles Verständnis von Queer befördert. Was bedeutet es, sozialen und politischen Raum dafür zu schaffen, dass Differenz sich jenseits von Kategorisierungen artikulieren kann, während zugleich gefordert ist Machtkonflikte auszutragen, die durch komplex verschränkte Herrschaft definiert sind?

Antke Engel ist promovierte Philosophin, feministische Queer Theoretikerin und freiberuflich in Wissenschaft und Kulturproduktion tätig. Sie leitet das „Institut für Queer Theory“ in Berlin (www.queer-institut.de), das seit 2006 Projekte initiiert, in denen sich akademische und aktivistische, philosophische, politische und künstlerische Praxen verflechten. Sie war Gastprofessorin für Queer Studies an der Universität Hamburg (2003/2005) sowie der Universität Wien (2011) und Research Fellow am Institute for Cultural Inquiry (ICI-Berlin, 2007-2009). Sie hat zahlreiche Aufsätze sowie zwei Monographien publiziert: Wider die Eindeutigkeit (2002) und Bilder von Sexualität und Ökonomie (2009).

15.05., „Bin ich ein Sexist – und wenn ja wie viele?“ Sexismus ein Jahr nach dem #Aufschrei

Dr. Mithu Sanyal, 19Uhr c.t., Raum F4 (Fürstenberghaus)
Der #Aufschrei sorgte für großen Wirbel. In den Talkshows der Nation wurde darüber gestritten, ob denn nun niemand mehr flirten dürfe, wie er wolle, von “Lustfeindlichkeit” und “Tugendfuror” war gar die Rede, wildgewordenene Feministinnen, die offensichtlich keine anderen Probleme hatten. Tatsächlich wurde in der Debatte viel durcheinander geworfen. Allem voran Sex und Sexismus. Denn Sexismus fängt weder an der metaphorischen Schlafzimmertür an, noch hört er dort auf.
Die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal gibt mit ihrem Vortrag Orientierung im Dschungel der Sexismen und diskutiert Alternativen. Gleichzeitig soll es aber auch um Eure Erfahrungen und Fragen gehen. Bringt Diskussionsstoff, Ausschnitte aus dem Internet und Anekdoten mit.