1.11.-4.11., Queerstreifen

Am Donnerstag beginnen wieder die „Queerstreifen“, die lesbisch-schwulen Filmtage Münsters! Das Programm mit allen Filmen findet ihr als Heft im AStA, hier online und auch morgen auf der Halloween-Party.
Ganz besonders empfehlen möchten wir euch den vom Lesbenreferat gesponserten Eröffnungsfilm „Albert Nobbs“. Im Zuge der DragKing-Workshops, die in den letzten beiden Semestern stattfanden und auch der Vorträge zum Thema Sex („Sex – Eine Geschichte mit vielen Dimensionen) und Queer Theory (siehe unseren Queer Tango-Workshop im Januar) finden sich auch im Film mit der unglaublich guten Glenn Close die gleichen Fragen und Kritikpunkte zu Geschlechterrollen und ihrer Perfomanz wieder. Anschliessend lässt sich der Film im Garbo besprechen.

Wir verlosen Freikarten an die ersten zehn, die folgende Frage beantworten können:

„Wer heiratete 1720 in der Petrikirche Catharina Mühlhan?“

Schickt die Antwort bitte an unsere E-Mail-Adresse.


Was der Butler verschwieg

Albert Nobbs ist seit Jahrzehnten Butler in einem irischen Hotel. Immer höflich, unauffällig, fast unsichtbar. Und das hat seinen Grund – Albert hat ein Geheimnis. Er ist eigentlich eine Frau. Um sich in der Macho-Welt des 19. Jahrhunderts allein durchschlagen zu können, hat er irgendwann entschieden, Männerkleidung zu tragen und eine Rolle zu spielen. Doch mittlerweile sind seine Identität und sein Selbstwertgefühl fast völlig verschwunden.

Alles ändert sich jedoch, als Albert im Hotel eine andere Frau mit einer ähnlichen Geschichte kennen lernt. Der Anstreicher Hubert hat auch eine Existenz als Mann gewählt. Doch im Gegensatz zu Albert hat er ein Privatleben, das er mit einer Ehefrau teilt. Dem Butler eröffnen sich plötzlich ganz neue Welten. Gibt es für ihn eine Zukunft mit dem jungen Stubenmädchen? Oder beschwört er eine Tragödie herauf?

„Albert Nobbs“ basiert auf einer Kurzgeschichte des irischen Autors George Moore, die vor 30 Jahren bereits als Vorlage für ein Theaterstück diente. Schauspielerin Glenn Close spielte die Partie des Albert damals auf der Bühne und hat sie nun für die Leinwand perfektioniert. Sie wurde für den Oscar und den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin nominiert.

Irland 2011 • Regie: Rodrigo García • Drehbuch: Glenn Close und John Banville • Mit Glenn Close, Mia Wasikowska, Aaron Johnson, Janet McTeer, Pauline Collins u.a. • ab 16 J. • engl.OmU • 113‘